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TSG Eppstein I hat den längeren Atem

Die TSG Eppstein hatte ihre letzten beiden Partien in der Landesliga gegen Lang-Göns und Lollar bereits beide überraschend gewonnen und nun erwarteten sie in heimischer Halle mit dem TV Breckenheim die nächste Spitzenmannschaft zum Derby in der Bienroth-Halle. Breckenheim ging leicht ersatzgeschwächt in die Partie und füllte teilweise mit Spielern aus der zweiten Mannschaft auf. Trotzdem wollte Eppsteins Trainer Jan Immel sich vor der Partie nicht die Favoritenrolle zuschieben lassen und bescheinigte der gegnerischen Mannschaft weiterhin große Klasse. Es war also angerichtet und nach einigen Minuten füllte sich nun auch die Halle, sodass auch eine Derby entsprechende Atmosphäre geboten war. Das Spiel verlief auf Augenhöhe, wobei der TV Breckenheim den evtl. etwas besseren Start erwischte und nach 15 Minuten mit 5:7 führte. Doch den Eppsteinern gelang es nun mit großem Einsatz immer wieder Daniel Henrich am Kreis in Szene zu setzen, welcher sich durchsetzte und die Anspiele mit Treffern veredelte. Ein erster Teilerfolg für die Eppsteiner: Beim Stand von 8:8 sah sich Breckenheims Trainer Gilles Lorenz gezwungen mit einer Auszeit Korrekturen vorzunehmen. Damit war er nur kurzfristig erfolgreich, bis die Burgstädter einen erneuten Zwei-Tore-Rückstand drehen konnten und die Führung bis kurz vor der Pause auch verteidigten. Eine knappe Minute vor dem Gang in die Kabine konnte der TVB allerdings ausgleichen. Die TSG'ler hatten bis dahin ihr Ziel am Gegner dranzubleiben erreicht.

In der zweiten Halbzeit wollten sie dann auf Schwächephasen warten und diese ausnutzen. Dieser Plan ging zunächst aber gehörig schief! Stattdessen waren es die Spieler aus dem Ländchen, welche eine, direkt auf die Halbzeit folgende, zehnminütige fast unbeschreibliche Phase der Eppsteiner Jungs nutzten. Der Immel-Sieben gelang im Angriff beinahe gar nichts. Sie agierten zu ungefährlich und ließen auch die eine oder andere Torchance aus. Auf der anderen Seite gelang es den Spielern des TV Breckenheim die sonst so stabile Abwehr immer wieder auseinander zu spielen und sechs Mal erfolgreich zu sein. Immel gab nach dem Spiel an, in der an dieser Stelle eingesetzten Auszeit seine Spieler gefragt zu haben, ob sie Breckenheim die Punkte schenken wollen. Diese Ansprache schien zunächst keine Wirkung gezeigt zu haben. Doch ab der 49. Minute zogen die Burgstädter die Zügel gehörig an. Auch eine taktische Maßnahme der Immel-Sieben machte sich nun bezahlt: Linkshänder Michael Becker agierte bereits in der ersten Halbzeit einige Minuten auf der Rückraum-Mitte-Position, da Theo Roos fehlte und, um Mats Laun zu entlasten. Dabei war er bereits vielfacher Torschütze erfolgreich. In der entscheidenden Phase des Spiels kam, der seit Wochen in großartiger Form spielende, Becker dann sogar von der Halblinken Position über die Mitte und setzte effektive Kreuze für Cousin Thomas an. Diese Auslösehandlung bekamen die Gäste nie richtig in den Griff, sodass Eppstein immer wieder darüber erfolgreich war. Drei Minuten vor Schluss hatten sie beim Stand von 25:24 das Spiel gedreht. Den 26:25-Siegtreffer erzielte Thomas Becker zwei Minuten vor Schluss; Breckenheim gelang es danach nicht mehr den Ball im Tor der TSG'ler unterzubringen.

Das Spiel verlief also genau Konträr zum Hinspiel: In diesem war die TSG Eppstein die bessere Mannschaft, verlor aber in der Crunchtime die Nerven und somit auch das Spiel. Diesmal hatten sie selbst den längeren Atem, obwohl Breckenheim eigentlich die bessere Mannschaft war. TSG-Routinier Michael Becker wollte nach dem Spiel auch die Torhüterleistung nochmal hervorheben, welche den Eppsteinern den nötigen Rückhalt gegeben hat. "Wir haben im Moment einen guten Lauf. Das waren erneut wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Die Einstellung hat gestimmt!", erklärte er außerdem nach dem Spiel.

Es spielten: Ladwig, Keller; M. Becker (9), T. Becker (7/3), Henrich (4), Müller (3), Schmidt (2), Kerber (1), Barchanski, A. Becker, Erdmann, Wagner, Laun.

Tags: Herren I

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